Aufwertung altes Schützenhaus Schlieren

Das im Jahr 1966 erbaute Schützenhaus wird seit 2001 nicht mehr benötigt und wurde daher neulich abgerissen. Das entstehende Brachland konnte anschliessend ökologisch aufgewertet werden. Ziel war die Erhöhung der Artenvielfalt. Dazu wurden Strukturen wie Ruderalflächen, Stein- und Holzhaufen sowie Hecken werden erstellt. Bestehende, ältere Strukturelemente wurden erhalten und brauchbares Material wurde wieder verwendet (Bollensteine, Holzstrünke,…).
Konkret wurden folgende Massnahmen umgesetzt:
– Ruderalfläche mit Sandlinsen: Auf einer Fläche von ca. 1‘100 m2 entstand eine ökologisch wertvolle Ruderalfläche. Dabei wurde als Substrat Wandkies und Sand verwendet und anschliessend mit einer artenreichen Ruderalflora-Mischung angesät.
– Wertvolle Gehölze: Die bestehende Hecke wurde geschnitten um ökologisch wertvolle Gehölze zu fördern. Das anfallende Schnittgut konnte teilweise vor Ort für Holzstrukturen weiterverwendet werden.
– Neue Hecke: Entlang der Grenze zur Stadt Zürich entstand eine Hecke aus einheimischen Sträuchern. Dies verhindert das Befahren der Ruderalfläche und den Einflug unerwünschter Pflanzensamen seitens der angrenzenden Parzelle.
– Ansaat von Spezialarten: Zusätzlich zur Ruderalflora-Mischung wurden standortübliche aber seltene Pflanzenarten angesät.
– Anlegen von Feuchtstellen: Es wurden zwei Wannen eingebaut, welche sich mit Wasser füllen können. Diese Wasserstellen bieten vielen Wildtieren eine Tränke sowie einen Lebensraum für diverse Libellen- und Amphibienarten. Der Vorteil von stabilen Wannen ist, dass diese einfacher gereinigt werden können als ein Folienweiher und einfacher einzubauen sind.
– Anlegen von Reptilienstrukturen: Aus einer Mischung aus Sand, Kies, Bollensteinen und Holzstrünken wurden Reptilienstrukturen erstellt. Diese wurden bis in eine Tiefe von ca. einem Meter eingebaut um einen Überwinterungsstandort für viele Reptilien und Insekten anzubieten.

Das Projekt war eine Initiative des Vogel- und Naturschutzvereins „Schwalbe“ Schlieren und wurde vom Büro Naturschutz und Artenförderung GmbH projektiert. Es wurde von der Stadt Schlieren, BirdLife Schweiz und BirdLife Zürich mitfinanziert und begleitet.