Kiebitz Gossau

In der Gossauer Ebene brüteten seit 2010 regelmässig fünf bis sieben Kiebitzpaare auf verschiedenen Äckern. In den letzten fünf Jahren konnte leider, trotz Förder- und Schutzmassnahmen, kein Bruterfolg (flügge Jungvögel) mehr verzeichnet werden. Vermutlich ist das Nahrungsangebot für die Jungvögel suboptimal und es entstehen kaum mehr vernässte Flächen oder Feuchtstellen, welche dem Kiebitz den Zugang zur Nahrung verbessern würden.
Das Brutgeschäft der Kiebitze wird in Gossau jährlich von einem ehrenamtlichen Team beobachtet und begleitet. Dieses schützt beispielsweise die Gelege mit Schafzäunen und koordiniert landwirtschaftliche Einsätze mit den Bewirtschaftenden.
Zudem konnte im 2023 eine Kiebitzbrache auf dem Tirbel-Acker angesät werden. Mittels Bewässerung und Verstopfen von Drainagen wird diese Fläche jährlich vernässt und offene Bodenstellen werden geschaffen. Diese und weitere Massnahmen sind wichtig für das Überleben des stark gefährdeten Bodenbrüters.
Nach dem letztjährigen Ausbleiben jeglicher Balzaktivitäten brüten aktuell wieder fünf Kiebitz-Paare in Gossau! Allerdings nicht auf dem Acker mit der Kiebitzbrache, sondern weiter westlich, auf einem Acker, der natürliche vernässte Stellen aufweist und mit Weizen besetzt ist. Dank des engagierten Einsatzes unseres Freiwilligenteams und der guten Zusammenarbeit mit dem Landwirt ist die Hoffnung auf einen Bruterfolg aktuell gross!