Biodiversität im Rebberg

Rebberge sind für viele Vogelarten wichtige Lebensräume. Mildes Klima und starke Sonneneinstrahlung sowie lockerer Wuchs der typischen Rebbergflora fördern die Insektenvielfalt, wovon auch Vögel profitieren.

Obwohl es kaum Vogelarten gibt, die strikt an Rebberge gebunden sind – sei es als Nistplätze oder Nahrungsflächen – lassen sich insbesondere Zaunammern, Hänflinge, Neuntöter, Distelfinke und Schwarzkehlchen über ökologische Aufwertung von Weinbergen fördern. In ausgewählten Gebieten könnten durchaus auch Spezialisten wie der Wendehals oder der prachtvolle Wiedehopf wieder heimisch werden.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit sorgfältiger Planung, Geduld und motivierten Geldgebern wertvolle Verbesserungen in Weinbergen möglich sind. In den letzten fünf Jahren hat BirdLife Zürich zwölf Rebberg-Projekte realisiert. Diesen Erfolg möchten wir weiterführen.

Rebberg Strasser Stammheim

Rebberg Rickenbach Strauss

Rebberg Hengstbüel

Nicht nur Vögel profitieren von den Fördermassnahmen: Durch Schaffung von Stein-Strukturen und offenen Bodenstellen profitieren neben Wildbienen und Kleinsäugern insbesondere auch Reptilien. Wo die Schlingnatter (noch) vorkommt, sollen sie und die Zaun- und Mauereidechse mittels Steinstrukturen mehr Lebensraum erhalten.

Sträucher, Wildrosen und Hecken bieten Tagfaltern, Wildbienen und weiteren Insekten eine Lebensgrundlage. Auf offenen Bodenstellen und magerem Substrat lässt sich die typische Rebberg-Flora fördern, sei es durch Einsaat oder Spontanbegrünung. In lockerer Vegetation finden zahlreiche Brutvögel ihre Nahrung leichter.